Unser Oskar

Nachdem unser zweites Kind im anmarsch war und wir mit unserem Fiat Uno einen Kinderwagen kaufen waren stand für uns fest es muss ein grösseres Auto her, denn in unserem Uno konnten wir uns aussuchen ob wir ein Kind und Kinderwagen mitnehmen oder 2 Kinder. Der Kinderwagen passte nicht in den Kofferraum egal wie wir es versucht haben. Einzige möglichkeit den Kinderwagen ins Auto zu bekommen war ihn komplett zu zerlegen und auf der Rücksitzbank reinzuquetschen.

Also machten wir uns auf die Suche nach einem Kombi, unsere Wahl traf auf einen Ford Sierra bei dem der Motor nicht lief also brauchten wir noch einen Wagen mit Ahk und einen Trailer, ich habe mich also bei einem Arbeitskollegen erkundigt und der sagte mir das sein Bruder ein Autohandel hat bei dem sicherlich ein Fahrzeug mit Ahk steht, also nichts wie hin.

Als wir dann dort auf dem Hof standen sah es doch etwas Mager aus mit Fahrzeugen die Zugfähig waren doch da stand ein mit Algen überwachsener Omega A Caravan mit Anhängerkupplung, bei der frage was damit wäre sagte der Händler nur der ist nichts, kommt aus Dänemark und verliert Kühlwasser eine Reperatur lohnt sich nicht mehr.

Da wir aber den Tod dieses Fahrzeugs nicht mit ansehen konnten stand unsere Entscheidung fest, DER IST ES!

Somit hatten wir auch eine gute Verhandlungsbasis gegen den Preis von 950,- Euro der am Auto stand, für 400 Euro gehörte er dann inkl. Alufelgen uns also noch fix Händlerkennzeichen ran und erstmal heil bis zu uns auf den Hof bringen das gute Stück, nachdem ich dann auf der Fahrt 2 mal Kühlwasser aufgefüllt habe war es auch geschafft der Omega stand bei uns im Hof.

Die nächsten Tage gabs erstmal eine kleine Bestandsaufnahme was alles gemacht werden muss.

Das ergebniss war allerdings sehr ernüchternd:

  • Benzinleitungen durch
  • Tank Durchgerostet
  • Zylinderkopfdichtung defekt
  • Stoßdämpfer Hinten defekt
  • Rechts vorne Radlauf durchgerostet
  • Unterboden starke rostansätze
  • Anschlüsse von Wärmetauscher undicht

Was die nächsten Tage/wochen so auf dem Plan stand war also klar, Teile kaufen und auf gutes Bastelwetter hoffen, aber der Name stand schon fest, Oskar (der aus der Mülltonne).

 

Passend zum Namen hat meine Frau auch einen super Sonnenschutz für die Kids gefunden, einen mit Oskar drauf.

Langsam aber sicher kam ich auch voran, beim zerlegen vom motorblock kam dann auch der Grund für den Kühlwasserverlust zum Vorschein, der Vorbesitzer hat ein ca. 1cm kleines stück von der alten Kopfdichung übersehen und die neuere Dichtung einfach raufgesetzt.

Zum Glück habe ich eine ganz liebe Frau die auch fast nicht gemeckert hat als plötzlich der halbe Motorblock in ihrer Küche lag (irgendwo musste ich ihn ja sauber machen) diese Reinigung hat allerdings fast 2 wochen gedauert da eingebranntes Öl ein klein wenig hartnäckig ist.

als es endlich soweit war das ich den Motorblock aus der Küche wieder zum Auto bewegte hat sie sicherlich 3 kreuze im Kalender gemacht *gg*

Nach 4 Monaten basteleien ging es dann zur Selbsthilfewerkstatt F1 zum Schweißen. Die Arbeiten wurden dort echt super gemacht und es war kein problem das ich während er am Braten war nebenbei dies und jenes noch gerichtet habe, von dieser Selbshilfe bin ich echt begeistert, super nett die jungs dort und auch sehr günstig auch wenn sie mal helfen sollen oder Arbeiten ausführen.

Dann ging es auch endlich mal zum Tüv da ich nicht mehr wusste wo er noch etwas zu bemängeln hätte aber wie es halt immer so ist, man selbst stochert alle möglichen stellen ab und genau daneben wo man selbst noch gestochert hat wandert der Schraubendreher vom Tüver wie Butter ins Blech.

Weitere Mängel

  • 1Loch im Radlauf
  • Bremswirkung Handbremse ungleich
  • Bremsen vorn lösten nicht mehr richtig
  • Anhängerkupplung hatte keine Prüfnummer

Also ging es nochmal weiter, Bremsen wieder gangbar machen, dann ab nochmal zur Selbsthilfe und das kleine Löchli (welches sich beim vorbereiten verdreifacht hat) Schweißen lassen und Ahk abbauen.

 

Als alles erledigt war nochmal ab zum Tüv, bei diesem Besuch wurden dann auch mal die Omega typischen Schwachstellen untersucht (Längsträger über der Hinterachse) aber hier hab ich ja dank diverser Foren bereits alles abgesucht.

Zu guter Letzt gings dann mit bestandener §21 (Baurat) und eingetragenem Mini-Kat zum Verkehrsamt zur Anmeldung.

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