Ein typisches Verschleißbild bei Opel schlüsseln die leider ziemlich ins Geld gehen sieht in etwa so aus.

Schlüssel mit defekten Schaltern

Die Kunststoffoberfläche ist herausgebrochen und hat sich in Wohlgefallen aufgelöst, ersatz gibt es nur in Form einer neuen Elektronik für ca. 60€ zzgl 25€ für das Anlernen an das Steuergerät durch Opel.

Ich habe erstmal die losen Kunststoffreste entfernt und 2 Kunststoffplatten zurecht geschnitten, hierfür habe ich einen Deckel von einem Kabelkanal zerschnitten mit einer Schere und angepasst.

Schlüssel mit eingepassten Plastickdeckeln

Als nächstes wird erstmal eine Schicht Flüssiglatex aufgepinselt zum fixieren.

Bild zeigt den Schlüssel mit teilweise gefüllten Löchern

Nachdem die erste Schicht trocken ist wird mit weiterem Latext der Bereich aufgefüllt.

Tasterbereich aufgefüllt

Nach dem Trocknen sieht das ganze dann in etwa so aus. Es ist nicht unbedingt hübsch aber die Funktion ist wieder einwandfrei hergestellt. bild5

Damit das ganze wieder ansehnlich wird gibt es zum Beispiel hier passende Silikonhüllen in verschiedenen Farben, die pinke hier gehört meiner Frau.

bild6

Ich bin ja bei einigen Bekannt dafür unkonventionelle Wege zu finden um Geld zu sparen.

Da aber bei meinem Vectra der Aktivkohlefilter für die Tankentlüftung defekt war stand ich mal wieder vor einem Problem.

Der Filter soll die Abluft vom Tank filtern und Überdruck zum Motor leiten damit die Gase mit verbrannt werden, übertankt man jedoch einmal das Auto dann zerstört sich der Filter bzw. die Schaumstofflage die die Aktivkohle daran hindert in die Leitungen zu kommen.

Meine Leitungen waren also voller kleiner Krümel Aktivkohle, reinigen half nur sehr kurzfristig denn durch den Über und Unterdruck im Tank wurde die Aktivkohle gleich wieder in die Leitungen gezogen.

Aus der Dampferszene kenne ich Edelstahlsiebgewebe, es ist rostfrei und hält über Jahre hinweg.

Leider bekommt man den Filter nicht heil zerlegt und ein neuer mit Schaumstoff kostet weit über 100€ also mal das Graue Zeugs im Kopf in Schwung bringen.

Hier also meine Lösung:

Edelstahlsieb aufrollen und in den Filter stopfen.

Am Ende die ESS Röllchen noch mit einem Schraubendreher kräftig fest stopfen damit der Draht sich im Knick verkantet, so kommt Luft und Benzingase noch durch das Sieb, die Aktivkohle bleibt im Filter, natürlich bekommt jeder Anschluss solch ein nettes Röllchen.

2014-10-07 12.17.09

 

 

 

 

 

 

 

2014-10-07 12.17.35

 

Es ist mal wieder zeit für den Tüv, na ja eigentlich schon wieder überfällig…

Das ganze kommt daher das da doch mehr zu machen war als ich gedacht habe denn statt kleiner ausbesserungsarbeiten das ganze eher zu einer Grundrenovierung  ausgeartet ist.

Die Bleche die vom Vorbesitzer eingeschweißt wurden waren alle durch so das da eine komplett erneuerung der Holme nötig war.

Beim ersten aufflexen der alten Bleche begrüsste mich schon der Rost, was danach kam war aber noch besser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Originalblech war noch rostig vorhanden und hat deshalb die eingeschweißten Bleche gleich mit in Mitleidenschaft gezogen da dort natürlich keinerlei Rostschutz existierte von Innen.

 

 

 

 

 

 

 

Altes Blech entfernt dann wurde erstmal innen entrostet so gut es geht und Farbe aufgetragen sowie Hohlraumkonserviert.

 

 

 

 

 

 

Neue Bleche wurden zuvor verzinnt, mit Farbe eingestrichen und dann eingeschweißt, als krönung gabs dann nochmal Hohlraumkonservierung.

 

 

 

 

 

 

 

Schaltdom innenansicht

Heute habe ich mich um den Ölverlust am Schaltdom gekümmert, da war der Simmerring undicht, also Schaltdom ausbauen, zerlegen Simmerring getauscht und artig dabei gleich gereinigt vor dem zusammenbau.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schaltdom vorher eingebaut und schmutzig

Mal zum Vergleich ein Bild wie der Schaltdom vorher aussah…

 

 

 

 

 

Alles in allem hoffe ich das der Tüv nächste woche gnädig ist, es darf Daumen gedrückt werden.

Beim Basteln und kontrolieren der Bremsen musste ich feststellen das die Endspitze der Fahrerseite schon durchgerostet ist.

Ein genauerer Blick in die Endspitze zeigt auch schon massive Roststellen und auch mehrere löcher.

Das bedeutet für mich das ich da neue Bleche einschweißen muss.

Blick in die Endspitze der Fahrerseite.

Die Ursache für den Mist habe ich auch schnell gefunden, dieser kleine Stöpsel der Wasser aus den Endspitzen ablaufen lassen soll aber verhindern soll das Spritzwasser in die Endspitzen eindringt war leider falsch herum eingesetzt und dazu noch völlig verdreckt, also ein Tip an alle Astra F besitzer einfach regelmässig die Stöpsel rausnehmen und reinigen kann viel arbeit verhindern.

Hier sieht man den stöpsel vom Wasserablauf

Ich hatte das Problem auf der Fahrerseite das die Handbremse nicht mehr gelöst hat.

Das Problem war ein rostiges Scharnier am Bremsbelag. Sobald dies sich nicht mehr frei bewegt kann die Handbremse nicht mehr lösen.

Auf dem Bild kann man das genietete Scharnier wunderbar sehen, die Beifahrerseite war allerdings keines wegs verrostet.

Niete vom Bremsbelag

Bei der Gelegenheit ist mir aber noch so einiges Aufgefallen was demnächst in Angriff genommen werden muss.

Endspitze Fahrerseite ist durch.

Endspitze Beifahrerseite braucht ne gründliche Innenreinigung um Rost vorzubeugen.

Ein Rostloch habe ich noch im Radlauf hinten Links gefunden.

Ich gehe hier erstmal nur auf die Ansteuerung der Zentralverriegelung ein.

Alles erfolgt auf eigene Gefahr, ich übernehme keinerlei Haftung für fehler.

Liste benötigter Werkzeuge: Passende Torx schlüssel Vielfachmessgerät Schraubendreher Knarre mit 10er nuss 8er Maulschlüssel Isolierband Lötmaterial

Der Astra F hat eine Masse gesteuerte Zentralverriegelung, somit muss man sich das Anschlussbild aus der jeweiligen Alarmanlage für Massegesteuerte Zentralverriegelungen raussuchen. Bei vielen Alarmanlagen muss man also 2 Kabel direkt an einen Massepunkt anlegen, ich benutze dafür gern die Karosserie.

Jetzt geht es daran das Steuergerät der Zentralverriegelung frei zu legen, dies befindet sich auf der Beifahrerseite im Fussraum hinter einer Pappabdeckung.

Als erstes entfernen wir die Plastikabdeckung auf dem Bild.

 

Bitte weiterlesen klicken.Nun entfernen wir die Halterung die für die Original Alarmanlage von Opel vorgesehen ist, danach können wir die Pappabdeckung entfernen.

 

Nun zeigt sich auch unser gesuchtes Steuergerät.

 

Sobald wir das Steuergerät durch lösen der Schrauben von der A-Säule befreit haben können wir uns auch die Anschlüsse genauer ansehen.

 

 

Die gezeigten Kabel Braun/Weiß und Braun/Rot sind die Steuerkabel, legt man jetzt ein Massekabel an eines dieser beiden Anschlüsse öffnet oder schliesst die Zentralverriegelung. Beim Facelift können an dieser Stelle andere Kabelfarben sein.

Das Rote Kabel ist dauerplus, Schwarz ist Zündungsplus. Masse habe ich mir direkt über die Karosserie geholt, ich habe die Massekabel einfach an diese Schraube angeklemmt.

 

Nun müssen wir entsprechend auf dem Bild beschriebene Anschlüsse von unserer Alarmanlage zusätzlich anklemmen. Die sicherste Lösung dafür ist das wir die Isolierung an den Originalkabeln ein wenig entfernen, unsere Kabel der Alarmanlage drumwickeln und nach einem kurzen Test die Verbindungen dann verlöten.

Was man nicht vergessen sollte ist der Anschluss für die Tür denn sonst hat man nur wenige sekunden zeit um ins Auto einzusteigen und Zündung anzumachen sonst macht die Zentralverriegelung wieder zu.

Ich habe dazu den kleinen Kabelbaum an der Beifahrertür der nach hinten geht leicht geöffnet und das graue Kabel mit dem entsprechenden Kabel der Alarmanlage verbunden.

Wir dürfen natürlich nicht vergessen das ganze dann wieder zuverlässig zu Isolieren da sonst ein Kabelbrand die Folge sein kann.

Am ende das ganze dann wieder stück für stück zusammenbauen. Als Einbauort für die Alarmanlage habe ich wie gesagt die Plastikhalterung gewählt die wir am anfang ausgebaut haben.

Wie üblich würde ich mich über Kommentare freuen.