Die Toys Company in Hamburg Harburg existiert weiter, dafür wurde in einer anderen Zweigstelle in Hamburg drastisch reduziert.

Die Teilnehmer haben diese Information allerdings erst einen Tag vor dem theoretischen Ende erfahren, Zuweisungen sind bis jezt noch nicht bei allen Teilnehmern angekommen.

Dies zeigt mal wieder wie Planlos Jobcenter und Politik sind, man lässt einfach alle in der Luft hängen.

Alle 1€ jobs waren in Hamburg nur bis zum 30.6.2011 genehmigt, wenn man dann am 29.6. noch nicht weis ob man 2 tage später noch arbeiten darf finde ich dies schon sehr traurig.

Sowohl die Teilnehmer als auch der Träger wusste bis ganz kurz vor dem Ende der Massnahme nicht ob und wie es weitergeht.

Leider musste im Zuge dieser Streichungen auch unsere Stellvertretende Chefin den Hut nehmen, sie hat in Ihrer Zeit vielen Leuten bei Problemen geholfen auch wenn diese Privater Natur waren und war selbst ausserhalb Ihrer Arbeitszeit für die Teilnehmer da.

In vielen Hamburger Behörden gibt es seit längerer Zeit Spielecken für Kinder.

Was viele Kunden jedoch nicht wissen ist das die Hamburger Toys Comapny ca. 50 Spielecken regelmässig pflegt indem kaputtes Spielzeug entsorgt, mitgenommenes  oder defektes Spielzeug ersetzt wird.

 

Oft sehen die besuchten Spielecken dann so aus.

Gähnende leere in der Spielecke

 

Wenn die Mitarbeiter der Toys Company dann jedoch wieder gehen hinterlassen sie eine gut gefüllte Spielecke damit sich die Kinder bei Behördengängen sinnvoll beschäftigen können.

Eine gut gefüllte Spielecke

 

Träger von 1€ jobs bekommen mindestens 80% des Geldes für ihre Planstellen, egal wie viele davon besetzt sind.

Das heist wenn wenn ich 100 Planstellen genehmigt bekomme erhalte ich für 80 Leute das Geld auch wenn ich keinen einzigen Teilnehmer beschäftige.

Somit brauche ich keine Anleiter, kein Arbeitsmaterial, keinerlei Arbeitskleidung…

 

Ich brauche mich nicht mit den Leuten rumschlagen wenn jemand keine Lust hat und nichts.

Ich muss niemanden in Arbeit vermitteln und habe auch noch ne gute Ausrede in Petto.

Wen juckt es denn schon das es dem Steuerzahler einen Haufen Steuern kostet ohne Sinn und zweck.

 

Als Belohnung für diesen Missbrauch kann man dann im zweiten Halbjahr mehr Teilnehmer beschäftigen als Planstellen vorhanden sind und bekommt dafür dementsprechend auch noch mehr Geld.

So scheinen derzeit viele 1€ Job träger zu denken und unsere Regierung spielt fleissig mit, dies kommt einem legalen Betrug am Steuerzahler gleich.

 

Doch in den Augen der Steuerzahler ist der schuldige meist nicht solch ein Träger sondern üblicherweise immer der Arbeitslose, nach unten Tritt es sich nun mal leichter.

Man übersieht gern das knapp die hälfte der Sozialausgaben schon alleine für die Verwaltungskosten drauf gehen,  wenn man nun bedenkt das bei jedem Aufstocker der Regelsatz jeden Monat neu berechnet werden muss kann man sich schön ausmahlen wie viel Aufwand das ist.

 

Im Rahmen meiner 1€ jobs ist mir immer wieder etwas aufgefallen. Zwischen den Sozialen Einrichtungen wie beispielsweise Sozialkaufhäusern entbrennt immer wieder sowas wie ein Konkurenzkampf, dabei bleibt leider das eigentliche ziel auf der Strecke nämlich die Hilfe für bedürftige.

Warum kann Sozialkaufhaus A nicht dem Kunden den Tip geben mal im Sozialkaufhaus B zu schauen wenn etwas nicht vorrätig ist? Warum können die verschiedenen Einrichtungen nicht Flyer anderer Einrichtungen auslegen um die Kunden zu Informieren?

Wenn man das ganze noch etwas verbessern möchte könnten die verschiedenen Einrichtungen bei bestimmten Kundenwünschen doch mal andere Einrichtungen anrufen und Fragen ob sowas zufällig da ist.

Stattdessen Investieren viele Einrichtungen für Werbung und werden dennoch kaum bekannt.

Nachdem gross und breit verkündet wurde das in Hamburg 2000 1€ jobs abgeschafft werden sollen rudert die SPD jetzt wieder zurück.

Jetzt ist es alles nur ein Missverständniss…

 

Na ja immerhin kann jetzt der zuständige Sozialsenator immer sagen ich habs ja gesagt (was auch immer)…

 

Es wird in Hamburg einen kahlschlag der 1€ Jobs geben, im Grunde ist dies eine gute Nachricht.

 

Doch leider wird es wohl alle Träger treffen und nicht nur die jenigen welche rechtswidrige Arbeiten ausführen.

Noch immer werden die Plätze der 1€ jobber nach irgendwelchen nicht durchschaubaren Kriterien vergeben und nicht nach den Gesetzlichen Vorgaben der 1€ jobs.

Zusätzlichkeit

Im öffentlichen Interesse

Dies sind in meinen Augen die wichtigsten Kriterien, wenn man nun überlegt was es so an 1€ jobs gibt…

Sozialkaufhäuser die in sachen Preisen nichts mit Sozial zu tun haben und den Trödelhändlern die davon Leben die Waren wegnehmen.

Umzugsunternehmen die Behördenaufträge ausführen und dafür zusätzlich noch Steuergelder kassieren.

Schulküchen für die Eltern auch fleissig bezahlen dürfen und vermutlich auch demnächst noch reichlich Geld aus dem bildungspaket fliessen kann.

 

Doch vermutlich wird auf diese Kriterien wenig bis garnicht geachtet sondern die Plätze mal wieder danach vergeben welcher Träger den Bürgermeister oder einen anderen Politiker am besten kannt.